Macht Rote Bete dick?

Neulich in der Gemüseabteilung. Zwei junge Frauen der Gewichtsklasse Adipositas, fest entschlossen, mit Low Carb den Kilos gemeinsam zu Leibe zu rücken, suchten nach einem Gemüse.

Ideen gab es wenig, dafür umso mehr Ratlosigkeit. Was bereitet man aus Mangold zu? Wie schmeckt Fenchel? Wie lange muss Brokkoli kochen?
„Und wenn es uns nicht schmeckt?“, überlegte die eine laut.
„Vielleicht sollten wir nur Steak kaufen und Salat dazu essen“, schlug die andere vor.
Noch einmal schauten sie sich um und fanden Rote Bete, gekocht, sauber in Plastik eingeschweißt.
Erleichtert nahmen sie die Packung mit den roten Knollen, drehten sie und entdeckten die Nährstoffanalyse.
„8,2 Prozent Kohlenhydrate“, lasen sie und rechneten: „Dann enthält die Packung gut 40 Gramm und über 200 Kalorien.“
Sie legten sie zurück und schlenderten zur Fleischtheke.

Rote Bete zählt zu den wenigen Gemüsesorten mit nennenswertem Kohlenhydratanteil. Diese liegen fast komplett als Doppelzucker vor, der unserem Haushaltszucker entspricht. Doch Rote Bete ist quasi fettfrei, enthält Ballaststoffe, etwas Eiweiß und ist alles andere als ein Dickmacher.
Hätten die beiden Frauen die 500 Gramm-Packung zu Salat mit 2 Esslöffeln Walnussöl zubereitet, hätte jede von ihnen rund 200 Kalorien, 10 Gramm hochwertiges Fett mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, 20 Gramm Zucker, knapp 7 Gramm Ballaststoffe und 3 Gramm Eiweiß gegessen. Eine sättigende Gemüsebeilage für jede Diät, die reich ist an sekundären Pflanzenstoffen, an Kalium und Folat.

Dickmacher sehen anders aus. Die Frauen legten sie später neben dem Fleisch auf Band: Tomatenketchup und Gemüsechips.

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